<?xml version="1.0" encoding="utf-8" ?>
<rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/">
<channel>
	<title>Musik, Recht und mehr! Ein Blog.</title>
	<link>https://www.ncdallmann.de/blog/</link>
	<atom:link href="https://www.ncdallmann.de/blog/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<description>Postings in absteigender chronologischer Reihenfolge.</description>
	<pubDate>Mon, 14 Sep 2026 16:35:58 +0200</pubDate>
	<ttl>60</ttl>
	<item>
		<title>&#x00022;Frische Bücher! Schöne frische Dissertationen&#x00022; – Wenn Algorithmen Preise festlegen</title>
		<description><![CDATA[<p>Vor der Macht intelligenter Algorithmen muss derzeit (noch) niemand Angst haben. Oft wird herbeifantasiert, dass in Zukunft intelligente Software komplexe administrative Arbeiten übernimmt, aber derzeit scheint es noch an einfachsten Dingen zu scheitern. Bereits 2011 geisterte eine Geschichte durch das Netz, dass die Preise von Amazon und Anbietern auf Amazon von Algorithmen festgelegt würden. <a href="https://schmalenstroer.net/blog/2011/04/wenn-algorithmen-amok-laufen/">Wenn Algorithmen Amok laufen,</a>&nbsp; so wurde das Preismassaker beschrieben, das Amazon Millionenbeträge für ein Buch aufriefen ließ. Soviel zahlt natürlich niemand.</p>

<p>Heute sind wir kaum weiter: Meine Dissertation, die ja schon wieder ein paar Jahre alt ist, wurde wohl bei Amazon herausgenommen, ist aber noch bei anderen Anbietern (<a href="https://www.ibidem.eu/de/fachgebiete/kultur/musikwissenschaft/terminologie-des-jazz-der-weimarer-republik-rhythmus-form-und-gattungen.html">direkt beim Verlag</a> oder beim <a href="https://www.beck-shop.de/dallmann-terminologie-jazz-weimarer-republik-rhythmus-form-gattungen/productview.aspx?product=10216703&amp;gclid=EAIaIQobChMI0fmX09_-3AIVjud3Ch18WgouEAkYASABEgJAiPD_BwE">Beck-Shop</a>) erhältlich. Bei Amazon gibt es einen Anbieter, der das Buch als Remittendenware anbietet und somit nicht mehr an die Buchpreisbindung gebunden ist. Auf jeden Fall scheint irgendein Algorithmus den Preis auf 2.000 € (!) hochgedrückt zu haben (<a href="http://archive.is/rlMLg#selection-3545.0-3545.73">Archiv-Link</a> / <a href="https://www.amazon.de/Terminologie-Jazz-Weimarer-Republik-Gattungen/dp/3838203488/">Amazon aktuell</a>). Vielleicht, weil Amazon bzw. der Algorithmus des Anbieters meint, es habe Seltenheitswert, wenn es auf Amazon nicht mehr erhältlich ist? Für ein Buch, das einen Ladenpreis von 45,90 € (Hardcover) hat, tatsächlich ein beachtlicher Preis:</p>

<p><a href="https://www.ncdallmann.de/site/assets/files/1801/amazon-dissertation.png"><img alt="" height="434" src="https://www.ncdallmann.de/site/assets/files/1801/amazon-dissertation.923x0-is.png" width="801" /></a></p>

<p>Wer es günstiger haben will, dem sei bei wissenschaftlichen Büchern natürlich der Gang in die Universitätsbibliothek in der Nähe empfohlen – einfach im <a href="https://kvk.bibliothek.kit.edu/?digitalOnly=0&amp;embedFulltitle=0&amp;newTab=0">KVK</a> schauen, ob der Wunschtitel erhältlich ist.</p>]]></description>
		<pubDate>Tue, 21 Aug 2018 00:00:00 +0200</pubDate>
		<link>https://www.ncdallmann.de/blog/frische-buecher-schoene-frische-dissertationen</link>
		<guid>https://www.ncdallmann.de/blog/frische-buecher-schoene-frische-dissertationen</guid>
	</item>
	<item>
		<title>Erwin Sedding „Jazzyn“: Eine Nachlese</title>
		<description><![CDATA[<p>Vor kurzem ist mein <a href="https://www.ncdallmann.de/publikationen/jazzyn-ein-unterhaltungsroman-als-quelle-fuer-den-jazz-der-weimarer-republik">Artikel zum Roman „Jazzyn“ von Erwin Sedding </a>erschienen – endlich, denn es dauerte naturgemäß eine Weile, bis der wissenschaftliche Tagungsband zu <a href="https://www.ncdallmann.de/publikationen/#jazz-unterhaltungskultur-und-lebensgefuhl-in-den-1920er-jahren-dargestellt-anhand-von-beispielen-aus-der-damaligen-belletristik">meinem Vortrag aus dem November 2014</a> fertig war. Derweilen hat sich ein wenig zum Thema getan und daher soll hier einmal ein Überblick über die aktuellen und vergangenen Publikationen gegeben werden, in denen der Name Erwin Sedding auftaucht.</p>

<h3>Wer war eigentlich Erwin Sedding?</h3>

<p>Meines Kenntnisstands nach wird Erwin Sedding hauptsächlich wegen eines Werks behandelt: Dem <a href="http://d-nb.info/576138029">Roman „Jazzyn“</a> aus der Mitte der 1920er Jahre. Wer sich mit dem Thema „Jazz in der Weimarer Republik“ beschäftigt und sich auch den Musikern widmet, der wird sich in aller Regel – weil es dazu reichlich Vorarbeit unter anderem von <a href="http://d-nb.info/910924325">Heribert Schröder</a> gibt – die Zeitschrift „Der Artist“ vornehmen und, wenn er das Glück hat, den richtigen Jahrgang zu erwischen, auch auf „Jazzyn“ als Fortsetzungroman stoßen (ab der Ausgabe 26. August 1927). In Buchform ist er nur in wenigen Bibliotheken erhalten.</p>

<p>Sedding&nbsp; wurde am 26.8.1900 als Deutscher im Baltikum geboren. Er verstarb am 20. Mai 1989. Allzuviel scheint nicht über sein Leben bekannt zu sein, aber sein Sohn Ingo hat in seiner eigenen <a href="https://www.epubli.de/shop/buch/SAMOGON-Ingo-Sedding-9783869318677/12704">Autobiographie </a>einiges zusammengetragen. So war Erwin Sedding zeitweise als Kritiker und Autor tätig, hat mehrere Bücher im belletristischen Bereich geschrieben und soll selbst in einer (Amateur?)-Jazzband gegen Ende der 1920er Jahre gespielt haben, was zweifelsohne dazu beiträgt, dass sein Buch für die Quellenforschung zum Jazz der Weimarer Republik immer öfter wahrgenommen wird – und zwar zurecht!</p>

<h4>Fundstellen zu <em>Jazzyn</em></h4>

<p>2013 erschien ein <a href="https://www.verlag-koenigshausen-neumann.de/product_info.php/info/p7594_Jazz-in-German-language-Literature----39-80.html">Tagungsband</a>, in dem <a href="http://www.parisnanterre.fr/mme-pascale-cohen-avenel-avenel--812775.kjsp?RH=FR">Pascale Cohen Avenel</a> im Kontext einer kulturwissenschaftlichen Analyse verschiedene Jazz-Romane vorstellt, darunter auch <em>Jazzyn</em>.<sup class="footnote" id="fnrev20233038705350283c866f7"><a href="https://www.ncdallmann.de/blog/erwin-sedding-jazzyn-eine-nachlese#fn1">1&nbsp; </a></sup> Sie schreibt über den Roman:</p>

<blockquote>
<p>„Only highly insensitive readers will have trouble understanding that jazz is an art, even a profession." <small>[Pascale Cohen-Avenel: „An Epidemic of Jazz in German-language Literature: 1920-1931“, S.138, in: „Jazz in German-language Literature“, S.115-148.]</small></p>
</blockquote>

<p>Diese Aussage lässt sich ohne weiteres unterschreiben: Sedding behandelt Jazz als Musik, als musikalische Kunstform und als Broterwerb und differenziert zwischen den hohen Ansprüchen der Musiker und der schnöden Lebenswirklichkeit als <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Mugge">"Mugger"</a>, wie man es heute nennen würde.</p>

<p>Es haben sich aber noch weitere Fundstellen aufgetan: So stößt&nbsp; man auch neuerdings im Netz recht schnell auf die sehr interessante Information von Jonathan O. Wipplinger über Sedding:</p>

<blockquote>
<p>„Sedding was a critic for 'Der Artist' and wrote at least three articles on jazz: 'Jazz', Der Artist 2072 (September 4, 1925);&nbsp; 'Klavier und Jazzband', Der Artist 2076 (October 2, 1925); 'Ia. Jazzschläger', Der Artist 2086 (December 11, 1925).“&nbsp; <small>[Jonathan O. Wipplinger: „<span class="a-size-large" id="productTitle">The Jazz Republic: Music, Race, and American Culture in Weimar Germany</span>“, S. 270, Fußnote 55]</small></p>
</blockquote>

<p>Darüber hinaus erfährt man beispielsweise in der Dissertation <a href="https://www.bisp-surf.de/Record/PU201511008186/Availability#tabnav">"Zwischen Ausdruckstanz und Postmodern Dance"</a>, die über den Dokumentenserver der FU Berlin zugänglich ist, dass Sedding in der Zeitschrift „Der Junggeselle“ 1923 (Nr. 34, S.15) einen Artikel mit dem klangvollen Titel „Tänzerinnen nebst Zubehör“ veröffentlicht haben muss.<sup class="footnote" id="fnrev20233038705350283c866f7"><a href="https://www.ncdallmann.de/blog/erwin-sedding-jazzyn-eine-nachlese#fn2">2 </a></sup> Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Sedding ist also auf wenige Artikel sowie einige interessante Fußnoten beschränkt.</p>

<h3>Mein Fazit</h3>

<p>Einmal abgesehen davon, dass dieser Roman zu den unterhaltsameren seiner Art gehört, bestätigt er auf schriftstellerische Weise mehrere Ergebnisse meiner <a href="https://www.ibidem.eu/de/fachgebiete/kultur/musikwissenschaft/terminologie-des-jazz-der-weimarer-republik-rhythmus-form-und-gattungen.html">Dissertation zum „Jazz in der Weimarer Republik“</a>. Damals hatte ich ihn zwar gelesen, aber als Unterhaltungsliteratur nicht als gleichwertige Quelle zum Thema eingeordnet und daher nicht miteinbezogen – mir ging es eher um die damaligen Jazzlehrbücher und die Schellackplatten. Da aber nun Sedding wichtige Details wie das <em>Prinzip der Chorusvariation</em> beschreibt, untermauert er ein Formprinzip, das von vielen deutschen Autoren in den 1920er Jahren dargestellt bzw. angerissen wird. Daher ist sein Buch für mich auch eine Quelle für Forschungen zum Jazz der Weimarer Republik.</p>

<hr />
<p><small><sup class="footnote" id="fn1">1</sup><sup class="footnote"> </sup>Leider ist mir jener Artikel bis vor kurzem entgangen.</small></p>

<p><small><sup>2 </sup>Frank Manuel Peter: „Zwischen Ausdruckstanz und Postmodern Dance : Dore Hoyers Beitrag zur Weiterentwicklung des modernen Tanzes in den 1930er Jahren “, Freie Universität Berlin, 2003. S. 58, Fn. 87.</small></p>]]></description>
		<pubDate>Mon, 16 Apr 2018 00:00:00 +0200</pubDate>
		<link>https://www.ncdallmann.de/blog/erwin-sedding-jazzyn-eine-nachlese</link>
		<guid>https://www.ncdallmann.de/blog/erwin-sedding-jazzyn-eine-nachlese</guid>
	</item>
	<item>
		<title>Ernest Benisch: Das Mosaik füllt sich</title>
		<description><![CDATA[<p>Zu Leben und Wirken des Instrumentenhändlers Ernest Benisch ist auf meinem Blog und mit einem <a href="https://www.ncdallmann.de/publikationen/ernest-benisch-eine-spurensuche">Artikel in der Zeitschrift „Sonic – Sax &amp; Brass“</a> bereits schon einiges zusammengetragen worden. Immer wieder finden sich aber kleine Mosaiksteinchen, die das historische Bild zur Person Ernest Benisch weiter vervollständigen, sei es mit <a href="https://www.ncdallmann.de/blog/ich-hab-zu-haus-ein-saxophon-ein-fundstueck-in-sachen-ernest-benisch">seinem humorvollen Beitrag in einer Zeitschrift</a> oder <a href="https://www.ncdallmann.de/blog/neuigkeiten-von-ernest-benisch">einem Fundstück auf genealogischen Internetportalen</a>. Nun konnte ich eine weitere Fundstelle ausmachen, die meine bisherigen Vermutungen bestätigt.</p>

<h4><em>Der Stürmer</em> meldet sich zu Wort: Ernest Benisch am Pranger</h4>

<p>Es wurde ja bereits dargelegt, dass Ernest Benisch aller Wahrscheinlichkeit kurz nach der Machtergreifung vor den Nationalsozialisten aus Deutschland geflohen ist. Dass er im Jahr 1940 einen eigenen Eintrag im <a href="https://archive.org/details/LexikonDerJudenInDerMusik">Lexikon der Juden in der Musik</a> bekam, bestätigte dann, dass er allen Grund dazu gehabt hatte. Und wie es in einem totalitären Regime heute wie damals üblich ist und war, hetzte auch die Presse gegen ihn. Das Blatt der Wahl für Ideologen, um damals Personen darin an den öffentlichen Pranger zu stellen, war <em>Der Stürmer</em>. Dort heißt es:</p>

<p>&nbsp;</p>

<blockquote>
<h4><small>Ernest Benisch</small></h4>

<h4><small>Er ist Jude und Emigrant</small></h4>

<p><small>Wohl jeder Musiker kennt die Ernest Benisch-Saxophone und Klarinetten-Blätter. Länger im Beruf stehende Musiker erinnern sich auch des bekannten „Saxophon-Fernlehr-Kurses“ von Ernest Benisch, den dieser für RM. 100.- in Fortsetzungsheften vertrieb. Auch Benisch-Saxophone gibt es. Die „Ernest-Benisch-Blätter“ werden bis zum heutigen Tage in Deutschland umfangreich gehandelt und hauptsächlich von einer Firma in Herford i.W. angeboten.</small></p>

<p><small>Ernest Benisch aber ist Jude und Emigrant. Er ist personengleich mit dem früheren Artisten Ernst Benisch, geboren am 15.10.1893 in Stracone bei Trautenau, lebte vor 1933 in Köln a.Rh., Herschelstraße 3b und ist ehemals tschechischer Staatsangehöriger.</small></p>

<hr />
<p><small>(Aus: „Der Stürmer: Deutsches Wochenblatt zum Kampfe um die Wahrheit.“ Hrsg.: Julius Streicher. Nürnberg, im Mai 1940. 18. Jahrgang, Nr. 22.)</small></p>
</blockquote>

<p>&nbsp;</p>

<p>Dieser kurze Text – dessen erster Absatz auf nur wenigen Zeilen vor Redundanzen im übrigen nur so strotzt – bestätigt mehrere Thesen zum Leben Ernest Benischs:</p>

<ul>
	<li>Er hatte sich vor einer Verfolgung durch die Nationalsozialisten im Exil in Sicherheit gebracht.</li>
	<li>Sein Geburtsname lautete „Ernst Benisch“ – nicht Ern<ins>e</ins>st Benisch.</li>
	<li>Er lebte in Köln.</li>
</ul>

<p>Interessant ist, dass Ernest Benisch mit seinen Instrumenten, seinem Fernkurs für Saxophon sowie seinen Blättern genügend Erfolg hatte, dass man sich genötigt sah, linientreue Musiker im Stürmer mit der Bezeichnung „Jude und Emigrant“ vor ihm zu warnen. Letztendlich kehrte er aus seinem Exil vermutlich zumindest nicht dauerhaft nach Deutschland zurück und geriet hier nahezu in Vergessenheit. Nur hie und da taucht ein <a href="https://www.reddit.com/r/Saxophonics/comments/2zpk7p/can_anyone_tell_me_anything_about_this_saxophone/">Ernest-Benisch-Saxophon</a> oder ein Mundstück auf und bringt seinen Namen auch heute wieder in Erinnerung. Seine Lebensgeschichte ist aber sowohl&nbsp; exemplarisch und ein Mahnmal für die Verfolgten des Nationalsozialismus als auch ein Zeugnis der <a href="https://www.ncdallmann.de/publikationen/das-saxophon-wird-populaer-jazz-in-der-weimarer-republik">Jazz- und Saxophon-Begeisterung in den goldenen Zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts in Deutschland</a>.</p>]]></description>
		<pubDate>Thu, 28 Apr 2016 00:00:00 +0200</pubDate>
		<link>https://www.ncdallmann.de/blog/ernest-benisch-das-mosaik-fuellt-sich</link>
		<guid>https://www.ncdallmann.de/blog/ernest-benisch-das-mosaik-fuellt-sich</guid>
	</item>
	<item>
		<title>Mein Google Scholar-Profil</title>
		<description><![CDATA[<p>Wie bereits mit einer <a href="https://www.ncdallmann.de/blog/leser-und-suchmaschinenfreundliche-publikationslisten-mit-citation-meta-tags-und-rdfa-teil-1-das-html5-grundgeruest">ausführlichen Reihe</a> dargelegt, war es mein erklärtes Ziel, dass meine Publikationen in der akademischen Suchmaschine <a href="https://scholar.google.de/">Google Scholar</a> gefunden werden können. Eine einfache Suche bei Google Scholar nach mir listet nun sowohl meine <a href="https://scholar.google.de/citations?view_op=view_citation&amp;hl=de&amp;user=e5YCYLgAAAAJ&amp;citation_for_view=e5YCYLgAAAAJ:2osOgNQ5qMEC">Dissertation</a> als auch meine fachjournalistischen Artikel auf. Der nächste Schritt lautete daher, ein Google Scholar-Profil anzulegen.</p>

<h4>Anmeldung in Google Scholar</h4>

<p>Für die Anmeldung verlangt Google Scholar – wer hätte es auch anders von Google erwartet? – einige persönliche Daten. Eine Hürde stellt sicher die Angabe einer E-Mail-Adresse von einer universitären Einrichtung dar. Dies wird aber anscheinend nicht allzu streng gehandhabt. Das ganze wird – auch das war bei einem Google-Dienst abzusehen – mit meinem Google-Konto verknüpft. Da ich aber nicht auf die hirnrissige Idee verfalle, bei Google mit meinem Account eingeloggt zu sein, um dann nach lustigen <a href="https://i.imgur.com/QOXc1sg.gifv">Hundevideos</a> oder <a href="https://www.ncdallmann.de/publikationen/musikterminologie-erklaert/subtone">Saxophonisten mit einem Subtone-Ansatz</a> zu suchen, kann mir dies einigermaßen egal sein.</p>

<h4>Funktionen von Google Scholar</h4>

<p>Nun gut, anscheinend hätte ich meine Artikel auch manuell zu Google Scholar hinzufügen können – aber dank meiner mit <a href="https://www.ncdallmann.de/publikationen/">Metadaten aufbereiteten Publikationsliste</a> werden alle meine neuen Artikel gleich&nbsp; vollautomatisch mit meinem Profil verknüpft. Der Zitationsindex, den Google berechnet, ist indes noch auf 0 gesetzt – solche Angaben sind aber erstens mit Vorsicht zu genießen und zweitens nur für das eigene wissenschaftliche Ego interessant. Die wichtigste Funktion aber ist, dass ich nun mit einem weiteren Bild von mir Speicherplatz im Internet belegen darf – zu bewundern auf meinem <a href="https://scholar.google.de/citations?hl=de&amp;user=e5YCYLgAAAAJ">Google Scholar-Profil</a>.</p>

<p>Aber einmal Spaß beiseite: Wirklich wichtig und praktisch sind die Export-Möglichkeiten. Wer beispielsweise BibTeX oder eine andere Literaturverwaltung nutzt, kann die Erscheinungsdaten einer Publikation direkt darin übernehmen. Das entbindet den gewissenhaften (Musik-)Wissenschaftler natürlich nicht von der mühseligen Arbeit, diese Publikationen auch tatsächlich noch zu lesen. Schade eigentlich...</p>

<div class="grau-Innenabstand">
<h4>Fazit</h4>

<p>Mein Google Scholar-Profil ist wirklich nicht spektakulär. Wer im Netz oder in den Bibliothekskatalogen einen meiner Interessens- und Forschungsschwerpunkte wie <a href="http://stabikat.de/CHARSET=UTF-8/DB=1/LNG=DU/CMD?ACT=SRCHA&amp;SRT=YOP&amp;TRM=jazz+in+der+weimarer+republik&amp;IKT=1016">„Jazz in der Weimarer Republik“</a> sucht, wird ohnehin auf die entsprechenden Publikationen von mir und anderen Autoren zu diesem Thema stoßen. Ganz nützlich und daher erwähnenswert ist abschließend noch die Einzelansicht der bibliographischen Daten einer Publikation. Die lässt sich nämlich ganz leicht, um das Internet mit noch mehr Daten zu <del>vermüllen</del> füllen, verlinken, zum Beispiel <a href="https://scholar.google.de/citations?view_op=view_citation&amp;hl=de&amp;user=e5YCYLgAAAAJ&amp;citation_for_view=e5YCYLgAAAAJ:UebtZRa9Y70C">so hier</a>.</p>
</div>]]></description>
		<pubDate>Wed, 27 Apr 2016 00:00:00 +0200</pubDate>
		<link>https://www.ncdallmann.de/blog/mein-google-scholar-profil</link>
		<guid>https://www.ncdallmann.de/blog/mein-google-scholar-profil</guid>
	</item>
	<item>
		<title>Vom Zitat zum Textbaustein: Wenn der Urheber in die Fußnote verbannt wird</title>
		<description><![CDATA[<p>Der deutsche Wissenschaftsbetrieb hat seit längerer Zeit ein Problem: Mangelnde Glaubwürdigkeit. Wer vor zehn Jahren öffentlich den Verdacht geäußert hätte, dass eine Reihe von Politikern – etwa ein Verteidigungsminister oder eine stellvertretende Präsidentin des Europaparlaments – ihren akademischen Grad mit einer zweifelhaften Promotionsleistung erworben haben könnte, der wäre vermutlich als Spinner abgetan worden. Die Zeiten haben sich aber geändert – das Plagiat ist nicht mehr außergewöhnlich. Aufhänger und Grund für die Aberkennung von Titeln ist stets der Umgang mit fremden Gedanken, kurz: eine fehlerhafte oder gar überhaupt fehlende Zitierweise.</p>

<h3>Wozu dient aber überhaupt ein Zitat in einer wissenschaftlichen Arbeit?</h3>

<p>Ein Zitat kann beispielsweise Daten belegen, historische Meinungen wiedergeben; mit einem Zitat kann auf bereits erzielte wissenschaftliche Ergebnisse verwiesen werden oder es kann als Ausgangspunkt für eine Diskussion dienen. Eines soll ein Zitat aber dennoch nicht sein: Ersatz für eine eigene wissenschaftliche Leistung. Zitate sind bloß die Hilfsmittel zur Darstellung einer wissenschaftlichen Erkenntnis. Dennoch kann aus einer Arbeit, die aus vielen Zitaten besteht, ein eigenständiges wissenschaftliches Werk entstehen. Ja, auch die bloße Darstellung verschiedener Meinungen ist eine wissenschaftliche Technik. Die Verwendung von Zitaten als solche – auch die exzessive! – begründet daher noch lange keinen Plagiatsverdacht. Alles in allem liegen aber genug Gründe vor, einmal einige Grundsätze der Zitierpraxis beispielhaft darzustellen; jedoch sei hier vorab die Warnung ausgesprochen, dass bei einem solch heiklen Thema, das einen Kernbereich der wissenschaftlichen Schreibpraxis ausmacht, in den Detailfragen jeder nur seine eigene Wahrheit vertritt…</p>

<h3>Richtig zitiert? Welchem Beispiel sollte man folgen?</h3>

<p>Zur besseren Erläuterung werden im folgenden einige Beispiele konstruiert. Wer die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sterntageb%C3%BCcher">„Sterntagebücher“</a> von Stanislaw Lem tatsächlich für authentische Forschungsberichte des Weltraumpiloten Ijon Tichy hält, könnte aus der (hier fiktiven) Sekundärliteratur folgendes erfahren:</p>

<h5>Beispiel a):</h5>

<blockquote>
<p>„In der letzten Zeit wurden Stimmen laut, die die Urheberschaft der Schriften Tichys in Zweifel ziehen“<sup><font size="1" style="font-size: 8pt">1</font></sup>, schreibt Professor Tarantoga vom Lehrstuhl für vergleichende Astrozoologie der Universität zu Formalhaut im Vorwort der Sterntagebücher.</p>

<p><sup><font size="1" style="font-size: 8pt">1</font></sup> Stanislaw Lem, „Sterntagebücher“, Suhrkamp, Frankfurt am Main, 2003, S.&nbsp;8.</p>
</blockquote>

<h5>Beispiel b):</h5>

<blockquote>
<p>Es wären Professor Tarantoga zufolge in der letzten Zeit Stimmen laut geworden, die die Urheberschaft der Schriften Tichys in Zweifel zögen.<sup><font size="1">1</font></sup></p>

<p><sup><font size="1" style="font-size: 8pt">1</font></sup> Vgl. Stanislaw Lem, „Sterntagebücher“, Suhrkamp, Frankfurt am Main, 2003, S.&nbsp;8.</p>
</blockquote>

<h5>Beispiel c):</h5>

<blockquote>
<p>Die Authentizität der Sterntagebücher wird zunehmend in Frage gestellt,<sup><font size="1">1</font></sup> aber Professor Tarantoga entkräftet eindrucksvoll all diese Zweifel<sup><font size="1" style="font-size: 8pt">2</font></sup> und es ist ihm unumwunden zuzustimmen, dass es an der Zeit sei, „die Tätigkeit der Tichologen [...] nicht durch solche Gerüchte zu stören, die mit dem Ernst ihrer Aufgaben nicht in Einklang zu bringen sind.“<sup><font size="1">3</font></sup></p>

<p><sup><font size="1" style="font-size: 8pt">1</font></sup> Vgl. Stanislaw Lem, „Sterntagebücher“, Suhrkamp, Frankfurt am Main, 2003, S.&nbsp;8.</p>

<p><sup><font size="1" style="font-size: 8pt">2</font></sup> Vgl. ebenda.</p>

<p><sup><font size="1" style="font-size: 8pt">3</font></sup> Ebd.</p>
</blockquote>

<p>&nbsp;</p>

<p>In Beispiel a) wird direkt aus dem Vorwort zitiert und dabei das Zitat mit Anführungszeichen kenntlich gemacht. Das ist völlig unproblematisch. Beispiel b) setzt den Wortlaut Tarantogas in indirekte Rede. Zu beanstanden wäre allerhöchstens, dass nicht völlig eindeutig hervorgeht, ob es sich hier tatsächlich um den Wortlaut handelt. Einem solchen Angriff könnte man allerdings ruhig und mit bestem akademischen Gewissen mit dem Argument der Haarspalterei begegnen. In Beispiel c) wird die Kernaussage kurz zusammengefasst, auf Tarantogas Ausführungen verwiesen, und der Satz mit einem direkten Zitat abgeschlossen. In allen drei Fällen sollte dem verständigen Leser klar werden, dass es sich um Zitate oder Zusammenfassungen von Meinungen handelt, auch wenn mancheiner die formale Darstellung der Literaturangaben oder die Verwendung von „vgl.“ und „ebd.“ möglicherweise gerne anders gehandhabt sehen möchte.</p>

<p><em>Keinesfalls aber sollte auf folgende Konstruktion zurückgegriffen werden:</em></p>

<h5>Beispiel d):</h5>

<blockquote>
<p>Immer wieder werden Stimmen laut, die die Urheberschaft der Schriften Tichys in Zweifel ziehen, doch sollte man die Tätigkeit der Tichologen nicht durch solche Gerüchte stören, die mit dem Ernst ihrer Aufgaben nicht in Einklang zu bringen sind.<sup><font size="1" style="font-size: 8pt">1</font></sup></p>

<p><sup><font size="1" style="font-size: 8pt">1</font></sup> Stanislaw Lem, „Sterntagebücher“, Suhrkamp, Frankfurt am Main, 2003, S. 8.</p>
</blockquote>

<p>&nbsp;</p>

<p>Warum sollte aber nun ausgerechnet diese Form des Zitats in einer wissenschaftlichen Arbeit fehl am Platze sein, wenn doch eine Fußnote mit Literaturangabe vorhanden ist? Nun, ja, hier ist zu einem großen Teil der Wortlaut eins zu eins übernommen worden. Es bedarf weiterer Nachforschung seitens des Lesers, den Grad der Übernahme überhaupt festzustellen. Vor allem aber wird ausschließlich durch die Fußnote ersichtlich, dass es sich um ein Zitat handelt – weder Anführungszeichen noch indirekte Rede weisen den Text als Zitat aus, und dabei handelt es sich beinahe um eine Komplettübernahme der Originalquelle! Der Urheber wird so aus dem Fließtext getilgt und nur der Blick in den Fußnotentext, der eigentlich für das Verständnis des Gesamttextes entbehrlich sein sollte, enthüllt die fremde Urheberschaft. Fremde Gedankengänge erscheinen als eigene und das Zitat wird zu einem bloßen Textbaustein mit Fußnote, in die der Urheberhinweis verbannt worden ist.</p>

<p class="grau-Innenabstand">Das ist selbstverständlich ein konstruiertes Extrembeispiel, das alle Anforderungen an korrektes Zitieren vermissen lässt und es gibt sicherlich ein breites Spektrum an korrekten Möglichkeiten zu zitieren, bei denen der Urheber nicht im Fließtext genannt wird. Im Stile von Beispiel d) zu zitieren wäre schon verwerflich genug, geradezu unwissenschaftlich und urheberrechtlich bedenklich wird es aber immer dann, wenn viele oder fast ausschließlich solche Passagen im Stile des Beispiels d) in den eigenen Text übernommen werden, sei es aus Bequemlichkeit oder wissenschaftlicher Ungenauigkeit, denn dann wird am Ende eher eine Collage aus Textbausteinen entstehen als eine eigene wissenschaftliche Arbeit.</p>]]></description>
		<pubDate>Wed, 09 Mar 2016 00:00:00 +0100</pubDate>
		<link>https://www.ncdallmann.de/blog/vom-zitat-zum-textbaustein-wenn-der-urheber-in-die-fussnote-verbannt-wird</link>
		<guid>https://www.ncdallmann.de/blog/vom-zitat-zum-textbaustein-wenn-der-urheber-in-die-fussnote-verbannt-wird</guid>
	</item>
	<item>
		<title>Ein stattliches Alter – oder: Wenn der Google Knowledge Graph das Todesdatum nicht kennt</title>
		<description><![CDATA[<p>Nur eine kurze Beobachtung: Google hat sich ja den sogenannten <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Knowledge_Graph">Knowledge Graph</a> ausgedacht, um <del>anderen Webseiten Informationen zu klauen</del> seinen Nutzern das bestmöglichste Internet- und Informationserlebnis zu geben. Das funktioniert in der Art und Weise, dass bei einer Suche (beispielsweise nach einer Person) Google aus einer Datenbank gespeist aus öffentlich zugänglichen Informationen wie Wikipedia relevante Daten präsentiert.</p>

<h3>Érnest Gillet – ein sehr alter Komponist...</h3>

<p>Es ist unbestritten, dass Érnest Gillet ein hohes Alter erreicht hat. Sucht man bei Google nach seinem Namen, dann präsentiert einem der Knowledge Graph aber ein schier unglaubliches Faktum:</p>

<p><a href="https://www.ncdallmann.de/site/assets/files/1531/bildschirmfoto-vom-2016-01-06-15-49-50.png"><img alt="" src="https://www.ncdallmann.de/site/assets/files/1531/bildschirmfoto-vom-2016-01-06-15-49-50.884x0-is.png" width="884" /></a></p>

<p>&nbsp;</p>

<p>159 Jahre! Das ist wohl kaum zu glauben! Und tatsächlich, das 1. Suchergebnis der deutschen Wikipedia zu <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%89rnest_Gillet">Érnest Gillet</a> nennt für diesen Komponisten die Lebensdaten 1856–1940. Ein stattliches Alter aber kein Methusalem. Im übrigen scheint Google – man möge mich berichtigen – nur bei noch lebenden Personen ein Alter anzuzeigen. Verstorbene haben lediglich das Todesdatum vermerkt. Es handelt sich also – wie so oft – bloß um einen Fall, bei dem die Automatisierung bei der Datenverarbeitung fehlgeschlagen oder zumindest fragwürdig ist. Es wurde offensichtlich schlicht vom Geburtsdatum aus das Lebensalter berechnet – ein Hinweis, dass die Person möglicherweise schon tot sein sollte, obwohl das Alter dies nahelegt, fehlt. Wer also recherchiert, der ist gut beraten, solche Tatsachen, die einem dort präsentiert werden, stets mit anderen Quellen zu vergleichen, oder überhaupt gleich auf Wikipedia, Lexika oder Fachliteratur zu setzen.</p>

<p>Immerhin: Google stellt in seinem Knowledge Graph eine Feedback-Funktion zur Verfügung. Nur: Sollte man dafür, dass Google sich weitgehend der Arbeit anderer bedient, diesem Milliardenunternehmen auch noch kostenlos zuarbeiten, indem man Fehler korrigiert? Gut, falls das eigene Bild dort durch einen Ork oder – noch schlimmer – durch einen C-Prominenten bekannt aus dem Privatfernsehen ersetzt wird, dann mag das noch angehen, aber bei einem 1940 verstorbenen Komponisten?</p>]]></description>
		<pubDate>Wed, 06 Jan 2016 00:00:00 +0100</pubDate>
		<link>https://www.ncdallmann.de/blog/ein-stattliches-alter-oder-wenn-der-google-knowledge-graph-das-todesdatum-nicht-kennt</link>
		<guid>https://www.ncdallmann.de/blog/ein-stattliches-alter-oder-wenn-der-google-knowledge-graph-das-todesdatum-nicht-kennt</guid>
	</item>
	<item>
		<title>Leser- und suchmaschinenfreundliche Publikationslisten mit citation-Meta-Tags und RDFa: Epilog</title>
		<description><![CDATA[<p>Nun, da habe ich versucht – mit meinem autodidaktisch erworbenem Wissen – darzustellen, wie sich eine Publikationsliste im Netz suchmaschinenoptimiert gestalten lässt und es bleibt m.E. letztendlich nur eine Frage:</p>

<h3>Taugt das?</h3>

<p>Hier kann nur meine eigene Publikationsliste als Anschauungsmaterial dienen. Vor der Umstellung führte ich eine einfache Liste, meine Publikationen wurden daher bei Google und Co. nicht gelistet. Es dauerte allerdings nur knapp 1 Monat nach der Umstellung auf eine mit Metadaten ausgezeichnete Publikationsliste, ehe meine Veröffentlichungen nach und nach in Google Scholar gelistet worden sind. Wer sich selbst überzeugen möchte, meine Publikationen in Google Scholar:</p>

<p><a href="https://scholar.google.de/scholar?q=Niels-Constantin+Dallmann">https://scholar.google.de/scholar?q=Niels-Constantin+Dallmann</a></p>

<p>Die einzelnen Einträge sind überdies über eine Google-Suche zu finden. Somit bleibt die Erkenntnis, dass eine Aufbereitung in einer Form, die Suchmaschinen verstehen, für die eigene Darstellung im Netz wichtig sein kann.</p>

<h3>Umsetzung</h3>

<p>Das Problem, vor dem die meisten aber stehen werden, ist die praktische Umsetzung. Möglich ist dies mit einigem Programmieraufwand in Content-Management-Systemen, die einem viel Freiheit bei der Gestaltung lassen und vor allem eigene Felder zulassen. Ich habe dazu <a href="http://de.processwire.com/">ProcessWire</a> verwendet, nachdem mein Webseite eigentlich jahrelang problemlos auf <a href="http://textpattern.com/">Textpattern</a> lief. Der eigentliche Aufwand sind dabei nicht die einzelnen Einträge, sondern die Publikationsliste an sich. Diese leserfreundlich – also für Menschen – zu gestalten, erfordert einige Arbeit, denn es müssen beispielsweise bei einer aus Datenbankfeldern automatisch erstellten Publikationsliste so profane Dinge wie kollidierende Interpunktion beachtet und vom CMS abgefangen und korrigiert werden.</p>

<h3>Nutzen?</h3>

<p>Meine Publikationsliste enthält viele Artikel, die im <a href="http://www.ncdallmann.de/publikationen/">Grenzgebiet zwischen Journalismus und Wissenschaft</a> angesiedelt sind. Rein wissenschaftliche Veröffentlichungen werden heutzutage über digitale Bibliographien nachgewiesen und gelangen ohnehin über den Datenaustausch der Bibliotheken in die meisten Kataloge und Suchmaschinen. Meine <a href="http://www.ibidemverlag.de/Unser-Verlagsprogramm/Musikwissenschaft/Terminologie-des-Jazz-der-Weimarer-Republik--Rhythmus--Form-und-Gattungen.html">Dissertation</a> war beispielsweise schon kurz nach der Veröffentlichung in Google Scholar zu finden. Bei Fachmagazinen wie <a href="http://sonic.de">Sonic – Sax &amp; Brass</a> ist dies eben leider nicht der Fall. Ob dies alles einem der Aufwand wert ist, sollte also eine individuelle Entscheidung nach einer Analyse des Publikationsverhaltens sein. Der Sichtbarkeit im Netz dient es in jedem Fall, seine Publikationsliste mit Metadaten auszuzeichnen.</p>

<aside class="grau">
<h5>Inhaltsverzeichnis der Reihe:</h5>

<p class="zweispaltig"><small><a href="http://www.ncdallmann.de/blog/leser-und-suchmaschinenfreundliche-publikationslisten-mit-citation-meta-tags-und-rdfa-teil-1-das-html5-grundgeruest">Teil 1 – Das HTML5-Grundgerüst&nbsp;</a><br />
<a href="http://www.ncdallmann.de/blog/leser-und-suchmaschinenfreundliche-publikationslisten-mit-citation-meta-tags-und-rdfa-teil-2-jedem-eintrag-eine-eigene-url">Teil 2 – Jedem Eintrag eine eigene URL</a><br />
<a href="http://www.ncdallmann.de/blog/leser-und-suchmaschinenfreundliche-publikationslisten-mit-citation-meta-tags-und-rdfa-teil-3-rdfa-mit-schema.org-und-dublin-core">Teil 3 – RDfa mit Schema.org und Dublin Core</a><br />
<a href="http://www.ncdallmann.de/blog/leser-und-suchmaschinenfreundliche-publikationslisten-mit-citation-meta-tags-und-rdfa-teil-4-finale-mit-google-scholar">Teil 4 – Finale mit Google Scholar </a><br />
<a href="http://www.ncdallmann.de/blog/leser-und-suchmaschinenfreundliche-publikationslisten-mit-citation-meta-tags-und-rdfa-tabellarische-uebersicht">Tabellarische Übersicht </a><br />
<a href="http://www.ncdallmann.de/blog/leser-und-suchmaschinenfreundliche-publikationslisten-mit-citation-meta-tags-und-rdfa-epilog">Epilog</a></small></p>
</aside>]]></description>
		<pubDate>Thu, 12 Nov 2015 00:00:00 +0100</pubDate>
		<link>https://www.ncdallmann.de/blog/leser-und-suchmaschinenfreundliche-publikationslisten-mit-citation-meta-tags-und-rdfa-epilog</link>
		<guid>https://www.ncdallmann.de/blog/leser-und-suchmaschinenfreundliche-publikationslisten-mit-citation-meta-tags-und-rdfa-epilog</guid>
	</item>
	<item>
		<title>Leser- und suchmaschinenfreundliche Publikationslisten mit citation-Meta-Tags und RDFa: Teil 3 – RDfa mit Schema.org und Dublin Core</title>
		<description><![CDATA[<p>Damit Suchmaschinen auch wissen, dass es sich um eine Auflistung von Büchern oder Artikeln handelt, dafür gibt es zumindest ansatzweise die Möglichkeit, dies mittels RDFa mitzuteilen.</p>

<aside class="grau">
<h5>Inhaltsverzeichnis der Reihe:</h5>

<p class="zweispaltig"><small><a href="http://www.ncdallmann.de/blog/leser-und-suchmaschinenfreundliche-publikationslisten-mit-citation-meta-tags-und-rdfa-teil-1-das-html5-grundgeruest">Teil 1 – Das HTML5-Grundgerüst&nbsp;</a><br />
<a href="http://www.ncdallmann.de/blog/leser-und-suchmaschinenfreundliche-publikationslisten-mit-citation-meta-tags-und-rdfa-teil-2-jedem-eintrag-eine-eigene-url">Teil 2 – Jedem Eintrag eine eigene URL</a><br />
<a href="http://www.ncdallmann.de/blog/leser-und-suchmaschinenfreundliche-publikationslisten-mit-citation-meta-tags-und-rdfa-teil-3-rdfa-mit-schema.org-und-dublin-core">Teil 3 – RDfa mit Schema.org und Dublin Core</a><br />
<a href="http://www.ncdallmann.de/blog/leser-und-suchmaschinenfreundliche-publikationslisten-mit-citation-meta-tags-und-rdfa-teil-4-finale-mit-google-scholar">Teil 4 – Finale mit Google Scholar </a><br />
<a href="http://www.ncdallmann.de/blog/leser-und-suchmaschinenfreundliche-publikationslisten-mit-citation-meta-tags-und-rdfa-tabellarische-uebersicht">Tabellarische Übersicht </a><br />
<a href="http://www.ncdallmann.de/blog/leser-und-suchmaschinenfreundliche-publikationslisten-mit-citation-meta-tags-und-rdfa-epilog">Epilog</a></small></p>
</aside>

<h3>RDFa: Kurz und knapp</h3>

<p>Die <a href="http://www.w3.org/TR/xhtml-rdfa-primer/">Dokumentation zur Strukturierung von Daten mit RDFa</a> ist recht lang. Hier nur das wichtigste: Mit RDFa können sogenannte Resourcen auf einer Webseite beschrieben werden. Dazu ist zunächst die Angabe eines sogenannten Vokabulariums und ggf. eines Präfixes in der HTML-Datei notwendig. Am besten man plaziert dies im <code>main</code>- oder <code>html</code>-Tag. Wir greifen zunächst auf den althergebrachten Dublin-Core-Standard zurück:</p>

<p><code>&lt;main prefix="dc: http://purl.org/dc/terms/"&gt;</code></p>

<p>Hier wird mit <code>dc:</code> das Präfix festgelegt, gefolgt von einem Leerzeichen wird dann auf das Vokabularium („Ontologie“) verwiesen. Es lassen sich mit RDFa mehrere Ontologien gleichzeitig verwenden:</p>

<pre>
&lt;main prefix="dc: http://purl.org/dc/terms/ schema: http://schema.org/"&gt;
</pre>

<p><span>Konzentrieren wir uns aber ersteinmal auf ein Vokabularium. Damit stehen uns verschiedene Eigenschaften zur Verfügung, die wir innerhalb unserer HTML-Datei verwenden können. Aus:</span></p>

<pre id="line1">
<span>&lt;article&gt;
&lt;cite&gt;Tonpsychologie&lt;/cite&gt;.
Bd. 1, Verlag Hirzel, Leipzig
&lt;time datetime="1883"&gt;1883&lt;/time&gt;.&lt;small&gt;
&lt;/article&gt;</span></pre>

<p><span>wird:</span></p>

<pre>
<span>&lt;article 
resource="http://carlstumpf-beispiel.de/publikationsliste/tonpsychologie"&gt;
&lt;meta property="dc:creator"&gt;
&lt;cite dc:title&gt;Tonpsychologie&lt;/cite&gt;.
Bd. 1, &lt;span property="dc:publisher"&gt;Verlag Hirzel, Leipzig
&lt;time property="dc:date" datetime="1883"&gt;1883&lt;/time&gt;.&lt;small&gt;
&lt;/article&gt;</span></pre>

<p><span>Das Prinzip ist schnell klar: Man definiert im article-Element (es könnte auch jedes beliebige andere HTML-Element sein) eine Resource, in unserem Fall die URL des einzelnen Eintrags der Publikation auf unserer Seite. Nun können innerhalb des <code>article</code> hier verschiedene Tags mit einem <code>property="..."</code>&nbsp; versehen. So wird der Titel im <code>cite</code>-Tag mit <code>dc:title</code> ausgezeichnet; der Verlag, für den im Ausgangsbeispiel kein HTML-Tag verwendet wurde, wird mit einem span-Element eingeschlossen und mit<code> </code></span><span><code>property="dc:publisher"</code> versehen.</span></p>

<p>Für die Verwendung von Schema.org ist allerdings noch die Angabe <code>typeof</code> erforderlich. Je nachdem, ob es sich um ein Buch oder einen Artikel handelt, lässt sich <code>schema:Book</code> oder <code>schema:Article</code> bzw. für wissenschaftliche Artikel <code>schema:ScholarlyArticle</code> verwenden, also:</p>

<pre>
<span>&lt;article resource="http://carlstumpf-beispiel.de/publikationsliste/tonpsychologie"
typeof="schema:Book"&gt;</span></pre>

<h3><span>Liste der property-Elemente</span></h3>

<p><span>Nun stehen uns folgende property-Auszeichnungen zur Verfügung, die selbstverständlich analog auch auf den einzelnen Eintrag in der Publikationsliste angewendet werden sollten:</span></p>

<ul>
	<li><strong>Autor: </strong>dc:creator schema:author</li>
	<li><strong>Titel: </strong>dc:title schema:headline</li>
	<li><strong>Verlag: </strong>dc:title schema:headline</li>
	<li><strong>Datum: </strong>dc:date schema:datePublished</li>
	<li><strong>Verlag / Zeitschrift:</strong> dc:publisher schema:publisher</li>
	<li><strong>Pagination (allgemeine Seitenangaben):</strong> schema:pagination</li>
	<li><strong>oder: Erste Seite:</strong> schema:pageStart</li>
	<li><strong>Letzte Seite:</strong> schema:pageEnd</li>
</ul>

<p>Wir haben also eine mit RDFa ausgezeichnete Publikationsliste erstellt. Trotzdem gibt es noch einen weiteren, allerletzten Schritt, um diese Publikationsliste zu vervollkommnen.</p>

<p><small><a href="http://www.ncdallmann.de/blog/leser-und-suchmaschinenfreundliche-publikationslisten-mit-citation-meta-tags-und-rdfa-teil-4-finale-mit-google-scholar">→ Teil 4</a></small></p>]]></description>
		<pubDate>Thu, 12 Nov 2015 00:00:00 +0100</pubDate>
		<link>https://www.ncdallmann.de/blog/leser-und-suchmaschinenfreundliche-publikationslisten-mit-citation-meta-tags-und-rdfa-teil-3-rdfa-mit-schema.org-und-dublin-core</link>
		<guid>https://www.ncdallmann.de/blog/leser-und-suchmaschinenfreundliche-publikationslisten-mit-citation-meta-tags-und-rdfa-teil-3-rdfa-mit-schema.org-und-dublin-core</guid>
	</item>
	<item>
		<title>Leser- und suchmaschinenfreundliche Publikationslisten mit citation-Meta-Tags und RDFa: Teil 2 – Jedem Eintrag eine eigene URL</title>
		<description><![CDATA[<p>Da nun das Grundgerüst steht, müssen wir zunächst einige weitere Vorbereitungen auf unserem Weg zu einer mit Metadaten ausgezeichneten Publikationsliste treffen. Der menschliche Leser mag sich mit einer einfachen Liste zufrieden geben, suchmaschinenfreundlich wird diese Publikationsliste erst dann, wenn wir noch eine wichtige Komponente hinzufügen.</p>

<aside class="grau">
<h5>Inhaltsverzeichnis der Reihe:</h5>

<p class="zweispaltig"><small><a href="http://www.ncdallmann.de/blog/leser-und-suchmaschinenfreundliche-publikationslisten-mit-citation-meta-tags-und-rdfa-teil-1-das-html5-grundgeruest">Teil 1 – Das HTML5-Grundgerüst&nbsp;</a><br />
<a href="http://www.ncdallmann.de/blog/leser-und-suchmaschinenfreundliche-publikationslisten-mit-citation-meta-tags-und-rdfa-teil-2-jedem-eintrag-eine-eigene-url">Teil 2 – Jedem Eintrag eine eigene URL</a><br />
<a href="http://www.ncdallmann.de/blog/leser-und-suchmaschinenfreundliche-publikationslisten-mit-citation-meta-tags-und-rdfa-teil-3-rdfa-mit-schema.org-und-dublin-core">Teil 3 – RDfa mit Schema.org und Dublin Core</a><br />
<a href="http://www.ncdallmann.de/blog/leser-und-suchmaschinenfreundliche-publikationslisten-mit-citation-meta-tags-und-rdfa-teil-4-finale-mit-google-scholar">Teil 4 – Finale mit Google Scholar </a><br />
<a href="http://www.ncdallmann.de/blog/leser-und-suchmaschinenfreundliche-publikationslisten-mit-citation-meta-tags-und-rdfa-tabellarische-uebersicht">Tabellarische Übersicht </a><br />
<a href="http://www.ncdallmann.de/blog/leser-und-suchmaschinenfreundliche-publikationslisten-mit-citation-meta-tags-und-rdfa-epilog">Epilog</a></small></p>
</aside>

<h3>Jede einzelne Publikation sollte eine eigene URL bekommen</h3>

<p>Das ist nun der wichtigste Punkt, um sich von anderen, konventionellen Publikationslisten abzuheben: Jede einzelne Publikation – sei es nun ein Buch, ein Beitrag in einem Tagungsband oder ein Artikel in einer Zeitschrift – sollte eine eigene Unterseite erhalten.</p>

<h3>Lesbare URLs verwenden</h3>

<p>Für alle Beteiligten, also menschliche Leser und Suchmaschinen gleichermaßen, ist es am besten, wenn diese Unterseite über eine sogenannte <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Clean_URL">saubere URL</a> zu erreichen ist, die einfach den Titel der Publikation enthält. Im Fall von Carl Stumpfs Tonpsychologie wäre dies unter seiner Domain beispielsweise <code>/publikationsliste/tonpsychologie</code>. Je nach Grad der Ausdifferenzierung wäre hier auch <code>/publikationsliste/buecher/tonpsychologie</code> oder <code>/publikationsliste/buecher/tonpsychologie/band-I</code> möglich. Der Phantasie sind hier also wenig Grenzen gesetzt.</p>

<h3>Aufbau des Eintrags: Bibliographische Angaben</h3>

<p>Der eigentliche Eintrag enthält dann – wenig überraschend – die bibliographischen Angaben in ausführlicher Form, zum Beispiel mit Angaben zur ISBN, die es zu Zeiten Carl Stumpfs, der hier als Beispiel dient, selbstverständlich noch nicht gab:</p>

<pre id="line1">
<span>&lt;<span class="start-tag">main</span>&gt;</span><span>
</span><span>&lt;<span class="start-tag">h3</span>&gt;</span><span>Bibliographische Angaben</span><span>&lt;/<span class="end-tag">h3</span>&gt;</span><span>
</span><span>&lt;<span class="start-tag">article</span>&gt;</span><span>
</span><span>&lt;<span class="start-tag">ul</span>&gt;</span><span>
</span><span>&lt;<span class="start-tag">li</span>&gt;</span><span>Titel:</span><span> </span><span>&lt;<span class="start-tag">cite</span>&gt;Tonpsychologie</span><span>&lt;/<span class="end-tag">cite</span>&gt;</span><span>&lt;/<span class="end-tag">li</span>&gt;</span><span>
</span><span>&lt;<span class="start-tag">li</span>&gt;</span><span>Autor:</span><span> Stumpf, Carl</span><span>&lt;/<span class="end-tag">li</span>&gt;</span><span>
</span><span>&lt;<span class="start-tag">li</span>&gt;</span><span>Verlag: </span><span>Hirzel</span><span>&lt;/<span class="end-tag">li</span>&gt;</span><span>
</span><span>&lt;<span class="start-tag">li</span>&gt;</span><span>Jahr:</span><span> </span><span>&lt;<span class="start-tag">time</span>&gt;</span><span>1883</span><span>&lt;/<span class="end-tag">time</span>&gt;</span><span>&lt;/<span class="end-tag">li</span>&gt;</span><span>
</span><span>&lt;<span class="start-tag">li</span>&gt;</span><span>Anzahl der Seiten:</span><span>&lt;/<span class="end-tag">strong</span>&gt;</span><span>166</span><span>&lt;/li&gt;</span>
<span>&lt;<span class="start-tag">h3</span>&gt;</span><span>Abstract</span><span>&lt;/<span class="end-tag">h3</span>&gt;</span><span>
</span><span>&lt;<span class="start-tag">div id="abstract"</span>&gt;</span>
<span>&lt;</span><span>/<span class="end-tag">div</span>&gt;</span><span>
</span><span>&lt;/<span class="end-tag">article</span>&gt;</span><span>
</span><span>&lt;/<span class="end-tag">main</span>&gt;</span></pre>

<p><span>Der Leser bekommt also unter der eindeutigen URL die vollständigen Angaben zur Publikation präsentiert. Diese können natürlich je nach Eintrag variieren – ein Buch hat beispielsweise eine ISBN, bei einem Artikel in einer Zeitschrift könnte man auf die ISSN verweisen. Von Vorteil ist es, ein Abstract zu erstellen, denn nur so wissen die Suchmaschinen und potentielle Leser, worum es im Artikel gehen soll. Auch ein Link zum Inhaltsverzeichnis oder sogar zum Volltext sollte hier eingepflegt werden. Im nächsten Teil widmen wir uns der Auszeichnung der Publikationsliste mit strukturierten Daten, in diesem Fall RDFa mit Schema.org und Dublin Core.</span></p>

<p><small><a href="http://www.ncdallmann.de/blog/leser-und-suchmaschinenfreundliche-publikationslisten-mit-citation-meta-tags-und-rdfa-teil-2-rdfa-mit-schema.org-und-dublin-core">→&nbsp;Teil 3</a></small></p>]]></description>
		<pubDate>Thu, 12 Nov 2015 00:00:00 +0100</pubDate>
		<link>https://www.ncdallmann.de/blog/leser-und-suchmaschinenfreundliche-publikationslisten-mit-citation-meta-tags-und-rdfa-teil-2-jedem-eintrag-eine-eigene-url</link>
		<guid>https://www.ncdallmann.de/blog/leser-und-suchmaschinenfreundliche-publikationslisten-mit-citation-meta-tags-und-rdfa-teil-2-jedem-eintrag-eine-eigene-url</guid>
	</item>
	<item>
		<title>Leser- und suchmaschinenfreundliche Publikationslisten mit citation-Meta-Tags und RDFa: Teil 4 – Finale mit Google Scholar</title>
		<description><![CDATA[<p>Nachdem wir nun eine Publikationsliste mit HTML5 und RDFa erstellt haben, jede Publikation über einen eigenen Eintrag verfügt, ist es Zeit zum finalen Schlag auszuholen, sich für den eigentlichen Grund für dieses Abenteuer bereit zu machen: Der Eroberung von <a href="https://scholar.google.de/">Google Scholar</a> – oder um es weniger dramatisch auszudrücken: Mit ein paar Angaben schaffen wir es, unsere Publikationen von Google Scholar listen zu lassen.</p>

<aside class="grau">
<h5>Inhaltsverzeichnis der Reihe:</h5>

<p class="zweispaltig"><small><a href="http://www.ncdallmann.de/blog/leser-und-suchmaschinenfreundliche-publikationslisten-mit-citation-meta-tags-und-rdfa-teil-1-das-html5-grundgeruest">Teil 1 – Das HTML5-Grundgerüst&nbsp;</a><br />
<a href="http://www.ncdallmann.de/blog/leser-und-suchmaschinenfreundliche-publikationslisten-mit-citation-meta-tags-und-rdfa-teil-2-jedem-eintrag-eine-eigene-url">Teil 2 – Jedem Eintrag eine eigene URL</a><br />
<a href="http://www.ncdallmann.de/blog/leser-und-suchmaschinenfreundliche-publikationslisten-mit-citation-meta-tags-und-rdfa-teil-3-rdfa-mit-schema.org-und-dublin-core">Teil 3 – RDfa mit Schema.org und Dublin Core</a><br />
<a href="http://www.ncdallmann.de/blog/leser-und-suchmaschinenfreundliche-publikationslisten-mit-citation-meta-tags-und-rdfa-teil-4-finale-mit-google-scholar">Teil 4 – Finale mit Google Scholar </a><br />
<a href="http://www.ncdallmann.de/blog/leser-und-suchmaschinenfreundliche-publikationslisten-mit-citation-meta-tags-und-rdfa-tabellarische-uebersicht">Tabellarische Übersicht </a><br />
<a href="http://www.ncdallmann.de/blog/leser-und-suchmaschinenfreundliche-publikationslisten-mit-citation-meta-tags-und-rdfa-epilog">Epilog</a></small></p>
</aside>

<h3>Ein paar Worte im voraus</h3>

<p>Es ist mir klar, das alles, was im Internet auch nur ansatzweise zur Suchmaschinenoptimierung genutzt werden kann, irgendwann auch von der SEO-Industrie entdeckt und schamlos ausgenutzt wird. Sich Gedanken darüber zu machen, wie man im Netz gefunden wird, ist an sich noch keine schlechte Sache, problematisch wird es dann, wenn eigentlich andere Dienste mit Belanglosigkeiten zugemüllt und somit zweckentfremdet werden. Daher sprach ich im ersten Teil der Reihe auch von dunklen Mächten, die dieses Wissen ausnutzen könnten...</p>

<h3>Altbacken aber effizient: citation-Meta-Tags</h3>

<p>Ab diesem Punkt geht es eigentlich recht schnell. Im HTML-Head <strong>des einzelnen Eintrags jeder Publikation</strong> (also nicht in der Liste!) werden nun der Art der Veröffentlichung entsprechend Meta-Tags hinzugefügt. Auch wenn im allgemeinen davon abgeraten wird, überhaupt noch auf diese Meta-Tags zurückzugreifen, sind diese im wissenschaftlichen Bereich immer noch weit verbreitet. Beispiel für ein paar Meta-Tags:</p>

<pre id="line1">
<code>&lt;!doctype html&gt;
&lt;html lang="de"&gt;
&lt;head&gt;
...
&lt;meta name="citation_title" content="Tonpsychologie"&gt;
&lt;meta name="citation_author" content="Stumpf, Carl"&gt;
...
&lt;/head&gt;
&lt;main prefix="dc: http://purl.org/dc/terms/ schema: http://schema.org"&gt;<span>
</span><span>&lt;<span class="start-tag">h3</span>&gt;</span><span>Bibliographische Angaben</span><span>&lt;/<span class="end-tag">h3</span>&gt;</span><span>
</span><span>&lt;<span class="start-tag">article</span>&gt;</span><span>
</span><span>&lt;<span class="start-tag">ul</span>&gt;</span><span>
</span><span>&lt;<span class="start-tag">li</span>&gt;</span><span>Titel:</span><span> </span><span>&lt;<span class="start-tag">cite property="dc:title schema:headline"</span>&gt;Tonpsychologie</span><span>&lt;/<span class="end-tag">cite</span>&gt;</span><span>&lt;/<span class="end-tag">li</span>&gt;</span><span>
</span><span>&lt;<span class="start-tag">li</span>&gt;</span><span>Autor:</span><span> &lt;span property="dc: creator schema:author"&gt;Stumpf, Carl</span><span>&lt;/<span class="end-tag">span</span>&gt;</span><span>&lt;/<span class="end-tag">li</span>&gt;</span></code></pre>

<p>Die wohl gängigen Elemente sind auf <a href="http://www.monperrus.net/martin/accurate+bibliographic+metadata+and+google+scholar">dieser Internetseite </a>aufgelistet. Ebenso sollte der Dublin-Core-Standard, der bereits bei der Auszeichnung mit RDFa zum Einsatz kam, hier verwendet werden:</p>

<pre id="line1">
<code>&lt;meta name="DC.creator" content="Stumpf, Carl"&gt;</code></pre>

<p><span>Auf den Abstract kann man mittels </span><code>citation_abstract_html_url</code><code> </code>verweisen, und zwar am besten so, dass man in der HTML-Datei dem Absatz des Abstracts eine ID zuweist und dann im Metatag mit der vollen URL samt ID verlinkt, also:</p>

<p><code>&lt;meta name="citation_abstract_html_url" content="</code><code><span>http://carlstumpf-beispiel.de/publikationsliste/tonpsychologie</span></code><code>#abstract"</code></p>

<p><code>...</code></p>

<p><code>&lt;p id="abstract"&gt;...&lt;/p&gt;</code></p>

<p>In der dieser Reihe beigefügten<a href="http://www.ncdallmann.de/blog/leser-und-suchmaschinenfreundliche-publikationslisten-mit-citation-meta-tags-und-rdfa-tabellarische-uebersicht"> Übersicht</a> sind alle citation-Meta-Tags sowie die entsprechenden Dublin Core-Metatags tabellarisch aufbereitet.</p>

<p><span>Somit hätte man in jedem einzelnen Eintrag die Metadaten sowohl als citation-Meta-Tag uns als Meta-Tag im Dublin-Core-Standard im HTML-Head, als auch als RDFa mit Dublin-Core und als RDFa mit Schema.org im HTML-Body eingebettet. Das sollte nun wahrlich ausreichen, um seine Publikationsliste Suchmaschinen in maschinenlesbarer Form bereitzustellen.&nbsp; Wer sich noch mehr Mühe machen möchte, könnte noch das </span><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/COinS">COinS-Mikroformat</a><span> bemühen, aber ob das bei der Fülle an bereits bereitgestellten Informationen Sinn macht, ist fraglich. Das war es soweit ersteinmal mit dem versprochen großen Finale. Wer wissen möchte, welche Erfolge diese Methode zur suchmaschinenfreundlichen Aufbereitung von Publikationslisten erzielt hat, der kann noch in den </span><a href="http://www.ncdallmann.de/blog/leser-und-suchmaschinenfreundliche-publikationslisten-mit-citation-meta-tags-und-rdfa-epilog">Epilog</a><span> hineinschauen.</span></p>

<p><small><a href="http://www.ncdallmann.de/blog/leser-und-suchmaschinenfreundliche-publikationslisten-mit-citation-meta-tags-und-rdfa-tabellarische-uebersicht">→ Tabellarische Übersicht</a></small><br />
<small><a href="http://www.ncdallmann.de/blog/leser-und-suchmaschinenfreundliche-publikationslisten-mit-citation-meta-tags-und-rdfa-epilog">→ Epilog</a></small></p>]]></description>
		<pubDate>Thu, 12 Nov 2015 00:00:00 +0100</pubDate>
		<link>https://www.ncdallmann.de/blog/leser-und-suchmaschinenfreundliche-publikationslisten-mit-citation-meta-tags-und-rdfa-teil-4-finale-mit-google-scholar</link>
		<guid>https://www.ncdallmann.de/blog/leser-und-suchmaschinenfreundliche-publikationslisten-mit-citation-meta-tags-und-rdfa-teil-4-finale-mit-google-scholar</guid>
	</item>
</channel>
</rss>